Abtreibungsregister: Frauenring kritisiert Tiroler Landesregierung scharf

Der Österreichische Frauenring kritisiert die geplante Einführung eines „Schwangerschaftsabbruchregisters“ durch die Tiroler Landesregierung aufs Schärfste. „Die Versorgungslage beim Schwangerschaftsabbruch in Österreich ist immer noch mangelhaft – so auch in Tirol. Die Landesregierung hat aber offenbar keine anderen Sorgen, als Geld für ein Register auszugeben, das niemand braucht. Die Motive für Schwangerschaftsabbrüche sind bekannt. Was ungewollt Schwangere brauchen, ist eine qualitativ hochwertige, niederschwellige und kostenlose Versorgung.“

In Österreich versuchen religiöse und konservative Kräfte zudem immer wieder, den Schwangerschaftsabbruch durch die Hintertür anzugreifen, dagegen gilt es konsequent aufzustehen, um das Selbstbestimmungsrecht von Frauen über den eigenen Körper zu verteidigen. „Die Tiroler Landesregierung sollte lieber Geld in die Hand nehmen, um dringend notwendige frauenpolitische Projekte zu finanzieren – die Liste ist vom Gewaltschutz bis zur Armutsgefährdung von Alleinerziehenden lang“, so Klaudia Frieben.

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